SATZUNG


der St. Antonius Schützenbruderschaft

Niederkrüchten 1430 e.V.

 

§ 1    Name und Sitz

Der Verein trägt den Namen ? St. Antonius Schützenbruderschaft Niederkrüchten 1430 e.V." und ist der katholischen Pfarrgemeinde St. Bartholomäus Niederkrüchten angeschlossen. 

Namenspatron der Bruderschaft ist der heilige Antonius Erymit.

 Er ist unter diesem Namen eingetragen im Vereinsregister des Amtsgericht zu Viersen unter der Nr. 417 und hat seinen Sitz in 41372 Niederkrüchten / Ndrh.

 

§ 2   Wesen und Aufgabe

Die St. Antonius-Schützenbruderschaft Niederkrüchten 1430 e.V. - im folgenden ?Bruderschaft" genannt - ist eine Vereinigung von christlichen Mitgliedern, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. Köln - im folgenden ?Bund" genannt - bekennt. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statut in seiner jeweiligen Fassung als verbindlich anerkannt wird.

1.    Getreu dem Leitsatz des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften " FÜR GLAUBE, SITTE UND HEIMAT"verpflichten sich die Mitglieder der Schützenbruderschaft zu:


1.1.    Bekenntnis des Glaubens durch:

a) Eintreten für die katholischen Glaubensgrundsätze und deren Verwirklichung. Im Geiste der Ökumene haben die Mitglieder anderer christlicher Konfessionen die gleichen Rechte und Pflichten.

b) Ausgleich sozialer und konfessioneller Unterschiede im Geiste der Brüderlichkeit.

c) Werke christlicher Nächstenliebe.


1.2    Schutz der Sitte durch:

a) Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben.

b) Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den Schießsport.


1.3    Liebe zur Heimat durch:

a) Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewußtem Bürgersinn.

b) Tätige Nachbarschaftshilfe.

c) Pflege der geschichtlichen Überlieferung und des althergebrachten Brauchtums, vor allem des dem Schützenwesen eigentümlichen Schießspiels und des historischen Fahnenschwenkens.

d) Pflege der Kontakte zu den Nachbarvereinigungen der Schützen.

e) Heimatpflege und heimatliches Brauchtum.

f) Pflege der Spielmanns- und Tambourcorpsmusik.

 

2. Die Schützenbruderschaft widmet sich besonders:

a) der Jugendpflege

b) der Pflege, Förderung und Durchführung des Schieß-sportes

c) der Pflege des Brauchtums und des historischen Schießspiels ( Vogelschuß )


3.    Nichtkatholische Mitglieder verpflichten sich mit der Aufnahme in die Bruderschaft grundsätzlich auf deren christliche Grundsätze.

 

§ 3    Gemeinnützigkeit

1. Die St. Antonius Schützenbruderschaft Niederkrüchten 1430 e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemein-nützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts ?steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung vom 1.1.1977.

2. Die Bruderschaft ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mittel der Bruderschaft dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaften fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

 

§ 4    Mitgliedschaft

1. Mitglied können männliche Personen werden, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, unbescholten und bereit sind, sich zum Inhalt dieser Satzung zu verpflichten. Mitglieder der Jungschützenabteilung können mit Beginn des 17. Lebensjahres auf Antrag vollberechtigte Mitglieder werden. Sie sind voll beitragspflichtig und stimmberechtigt (§ 6.3).

2. Das Gesuch um Aufnahme ist schriftlich an den Vorstand der Bruderschaft zu richten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.

3. Mit der Aufnahme in die Bruderschaft und durch die Anerkennung dieser Satzung verpflichten sich die Mitglieder auf die christlichen Grundsätze des Bundes zur christlicher Lebensführung.

4. Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder Ausschluß. Das ausscheidende Mitglied hat auf das Vermögen der Bruderschaft keinen Anspruch. Auch entfällt ein Anspruch auf Auseinandersetzung.

5. Der Austritt ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären.

6. Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es:

a) das Ansehen und die Interessen der Bruderschaft oder des Bundes schädigt;

b) eine Zugehörigkeit zu einer christlichen Glaubensgemeinschaft nicht mehr besteht;

c) mit dem Beitrag mehr als ein Jahr im Rückstand bleibt;

d) die bürgerlichen Ehrenrechte verliert.

7. Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand mit einfacher Stimmenmehrheit. Dem Mitglied ist vorher das rechtliche Gehör zu gewähren. Gegen die Entscheidung des Vorstandes hat das ausgeschlossene Mitglied das Recht der Beschwerde an das Ehrengericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. ( § 21 ).

 

§ 5    Pflichten und Rechte aus der Mitgliedschaft

1. Jedes Mitglied ist verpflichtet, den von der Mitgliederversammlung festgesetzten Jahresbeitrag zu zahlen. Ausgenommen sind davon unter Beibehaltung aller übrigen Mitgliedsrechte und ?pflichten Mitglieder nach Vollendung des 65. Lebensjahres.

 

2. Jedes Mitglied ist verpflichtet, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen, die vom Vorstand oder der Mitgliederversamm-lung beschlossen werden. Darüber hinaus wird eine Teilnahme an den Veranstaltungen erwartet, die von der Mitgliederversammlung oder vom Vorstand zur Pflicht gemacht werden.

 

3. Beim Ableben eines Mitgliedes ist es Ehrenpflicht aller Mitglieder, dem Toten das letzte Geleit zu geben.

 

4. Jedes Mitglied hat nach vollberechtigter Mitgliedschaft und Vollendung des 18. Lebensjahres das Recht auf den Königsschuß ( § 16.3 ).

 

§ 6    Jungschützen

1. Jugendliche können vom 12. bis zum vollendeten 24. Lebensjahr in einer Jungschützenabteilung zusammengefaßt werden. Die Rechte der Schützenjugend ergeben sich aus dem Bundesstatut der St. Sebastianus Schützenjugen im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften e.V. ( BdSJ ).

2. Jungschützen bis zum vollendeten 16. Lebensjahr sind in der Mitgliederversammlung nicht stimmberechtigt. Sie nehmen nur beratend an dieser teil.

3. Mit Beginn des 17. Lebensjahres können Jungschützen auf Antrag vollberechtigte Mitglieder werden. Sie sind voll beitragspflichtig und stimmberechtigt.

4. Die Jung- und Schülerschützenabteilung deligiert zwei Jugendvertreter ( Jungschützenmeister ) als nicht stimmberechtigtes Mitglieder in den Vereinsvorstand ( § 11.1.d ).

5. Schülerschützen und Jungschützen haben das Recht auf den jeweiligen Schülerprinzen- und Prinzenschuß ( § 16.9 ).

 

§ 7    Ehrenmitglieder

Personen, die sich um die Bruderschaft außergewöhnliche Verdienste erworben haben, können von der Mitgliederversammlung mit 2/3 Stimmenmehrheit zu Ehrenmitgliedern ernannt werden, die volle Mitgliederrechte haben, aber von den Mitgliederpflichten befreit sind.

 

§ 8    Organe der Schützenbruderschaft

Organe der Schützenbruderschaft sind:

 

a) die Mitgliederversammlung

b) der Vorstand

 

§ 9    Mitgliederversammlung

1. Die ordentliche Mitgliederversammlung ( Hauptversammlung ) findet jährlich an einem vom Vorstand zu bestimmenden Termin statt. Außerordentliche Mitgliederversammlungen können vom Vorstand bei Bedarf einberufen werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muß einberufen werden, wenn mindestens ein Zehntel der Mitglieder unter Angabe der Gründe dies schriftlich beim Vorstand beantragen.

2. Die Mitgliederversammlung ist mindestens acht Kalendertage vorher schriftlich unter Angabe der vom Vorstand beschlossenen Tagesordnung und des Tagungsortes einzuladen.

3. Die Mitgliederversammlung wird vom Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung von seinem Stellvertreter oder einem vom Brudermeister bestimmten Vertreter aus dem Vorstand, einberufen und geleitet.

4. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig.

5. Zur Annahme eines Beschlusses ist die einfache Stimmenmehrheit genügend und erforderlich, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt. Abgestimmt wird durch Handzeichen. Auf Antrag eines Mitgliedes ist schriftlich abzustimmen.

 

§ 10    Aufgaben der Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung beschließt über die Durchführung von Vogelschuß und Prunkfeierlichkeiten.

2. Weitere Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:

a) Wahl des Vorstandes und zweier Rechnungsprüfer
b) Beschlußfassung über die Jahresrechnung
c) Entgegennahme der Berichte des Vorstandes und der Rechnungsprüfer
d) Entlastung des Vorstandes nach Rechnungslegung 
e) Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
f) Änderung oder Neufassung der Satzung 
g) Auflösung der Bruderschaft

3. Zur Änderung oder Neufassung der Satzung ist eine Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder erforderlich.

4. Zur Auflösung der Bruderschaft ist die Anwesenheit von 2/3 der Mitglieder und eine Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen erforderlich. Sind in der Mitgliederversammlung, die über die Auflösung entscheiden soll, nicht 2/3 der Mitglieder anwesend, so ist eine neue Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats einzuberufen, die in jedem Fall beschlußfähig ist. Der Beschluß bedarf auch in diesem Fall einer 3/4 Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder.

5. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind zu protokollieren und vom Versammlungsleiter sowie vom Schriftführer zu unterzeichnen.

 

§ 11    Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus dem:

a) Vorsitzenden ( Brudermeister )
b) stellvertretenden Vorsitzenden ( stellvertretenden Brudermeister )
c) Kassierer
d) stellvertretenden Kassierer
e) Schriftführer
f) stellvertretenden Schriftführer
g) Schießmeister ( als zu berufender Fachvorstand gemäß § 11.5 )
h) max. 7 Besitzer
i) eventuell von der Mitgliederversammlung gewählte Ehrenvorstandsmitglieder

2. Zum Vorstand gehören als Mitglieder ohne Stimmrecht der:

a) Pfarrer der Parrgemeinde St. Bartholomäus Niederkrüchten als geistlicher Präses oder ein von Ihm zu benennender Priester

b) im Geschäftsjahr amtierende Schützenkönig

c) im Geschäftsjahr amtierende Prinz

d) zwei Jugendvertreter ( Jungschützenmeister gemäß § 6.4 )

3. Die Mitglieder des Vorstandes werden unabhängig Ihrer auszuübenden Funktion von der Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit für die Dauer von 4 Jahren gewählt. Wiederwahl ist möglich.

4. Die Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme der nicht stimmberechtigten Mitglieder, werden so gewählt, daß höchstens drei Vorstandsmitglieder neu gewählt werden. Innerhalb des gesetzlichen Vorstandes können innerhalb eines Jahres höchstens zwei Positionen neu besetzt werden.

5. Der Schießmeister wird als Fachvorstand vom Brudermeister als ordentliches Mitglied in den Vorstand berufen.

6. Der Vorstand ist jederzeit befugt weitere Mitglieder in den Vorstand ( als nicht stimmberechtigte Vorstandmitglieder) zu berufen.

7. Ein Vorstandsmitglied scheidet aus, wenn er selbst aus berechtigten Gründen sein Amt niederlegt, er gegen die Satzung der Bruderschaft verstößt oder die Mitgliederversammlung ihm das Vertrauen entzieht.

8. Der Kassierer hat in der ordentlichen Mitgliederversammlung den Mitgliedern einen Rechenschaftsbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr vorzulegen ( § 13.2.b ). Werden Unregelmäßigkeiten in der Kassenführung festgestellt, so ist der Kassierer sofort seines Postens zu entheben.

9. Beim vorzeitigen Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes erfolgt die Ersatzwahl für den Rest der Amtszeit in der nächsten Mitgliederversammlung.

 

§ 12    Gesetzlicher Vorstand

1. Im Sinne des § 26 BGB bilden der:

a) Brudermeister
b) stellvertretende Brudermeister
c) Kassierer
d) Schriftführer

den gesetzlichen Vorstand.

2. Der gesetzliche Vorstandes wird innerhalb des Vorstandes mit mindestens 2/3 Stimmenmehrheit gewählt. Dieser bleibt bis zur Neuwahl oder bis zum jeweiligen Ausscheiden aus dem ordentlichen Vorstand ( §11.7 ) im Amt.

2. Je zwei Mitglieder des gesetzlichen Vorstandes sind befugt, die Bruderschaft gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Rechtsverbindliche Erklärungen der Bruderschaft werden von zwei Mitgliedern des gesetzlichen Vorstandes abgegeben.

4. Die Amtsdauer des gesetzlichen Vorstandes erlischt mit der Eintragung des neu gewählten Vorstandes in das Vereinsregister.

 

§ 13    Aufgaben des Vorstand

1. Der Vorstand wählt gemäß § 12.2 den gesetzlichen Vorstand.

2. Aufgaben des Vorstandes sind:

a) Führung der laufenden Geschäfte

b) Rechnungslegung über das abgelaufende Geschäftsjahr

c) Erstattung des Tätigkeitsberichtes über das abgelaufene Geschäftsjahr

d) Beschlußfassung über Aufnahmeanträge

e) Ausschluß eines Mitgliedes mit einfacher Stimmenmehrheit

f) Beschlußfassung über die Tagesordnung zur Mitgliederversammlung

g) Gestaltung der Prunkfeierlichkeiten, Vogelschuß und Durchführung sonstiger Veranstaltungen

h) Durchführung vereinsinterner Schießwettkämpfe sowie die Organisation zur Teilnahme an übervereinliche Schießwettkämpfe zur Förderung der schießsportlichen Aktivitäten der Mitglieder.

i) darüber zu wachen, daß die alten Besitztümer der Bruderschaft, insbesondere das Königssilber, die Fahnen und die Urkunden sorgfältig und sicher aufbewahrt werden.

3. Die Vorstandssitzungen werden vom Brudermeister, im Falle seiner Verhinderung vom stellvertretedem Brudermeister einberufen und geleitet. Beschlüsse werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt und sind in das Protokollbuch einzutragen.

4. Der Vorstand verpflichtet sich verdiente Mitglieder auf der Grundlage der ? Ordnung für die Verleihung von Auszeichnungen, Orden und Ehrenzeichen des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften e.V. ? zu ehren und auszuzeichnen. Altersjubilare werden für 25-, 40-, 50-, 60- und 65-jährige Mitgliedschaft geehrt.

5. Der Vorstand ernennt zu den jeweiligen Prunkfeierlichkeiten die Mitglieder des Generalstabes unter Einbeziehung eines Vorschlagsrechtes des Offiziercorps, die Fahnenoffiziere und den Jägerhauptmann.

 

§ 14    Kassenprüfer

Die von der Mitgliederversammlung zu wählenden Kassenprüfer prüfen die Führung der Kassenbücher und Belege, die Bestände und Vermögenslage. Sie erstatten zur Jahresrechnungslegung den Prüfbericht. ( § 10.2.c )

 

§ 15    Festveranstaltungen

1. Die Bruderschaft feiert im Rahmen der Richtlinien des Vertrages zwischen den Schützenbruderschaften des Pfarrverbandes Niederkrüchten und des Bezirksverbandes Niederkrüchten das Heimat - und Schützenfest ( Prunkfeierlichkeiten und Vogelschuß ).

2. Über die Gestaltung und sonstigen Veranstaltungen beschließt der Vorstand ( § 13.2.g ).

3. Die Teilnahme aller Mitglieder an den Aufzügen und Veranstaltungen der Bruderschaften sind Ehrensache.

 

§ 16    Vogelschuß

1. Gemäß der Beschlußfassung der jeweiligen Mitgliederversammlung ( § 10.1 ) führt die Bruderschaft einen Vogelschuß zur Ermittlung der Repräsentanten der Bruderschaft für die jeweils kommenden Prunkfeierlichkeiten durch.

2. Bei diesem Vogelschuß wird ein Schützenkönig ermittelt.

3. Berechtigt zum Schießen ist nur, wer Mitglied der Schützenbruderschaft ist ( § 5.4 ).

4. Wer den Vogel abschießt ist Schützenkönig und somit Repräsentant der Bruderschaft für die kommenden Prunkfeierlichkeiten.

5. Der König muß in den von der Bruderschaft zur Verfügung gestellten Lokalen aufziehen und hat bei der Gestaltung der Feierlichkeiten den Anordnungen der Bruderschaft Folge zu leisten.

6. Von Seiten der Bruderschaft wird dem König eine jeweils zu bestimmende Unterstützung gewährt.

7. Der König hat das Recht, die Wahl seiner Minister selbst zu treffen.

8. Sollte sich kein Bewerber für die Königswürde beim Vogelschuß finden, so wird der Vogel vom Vorstand abgeschossen. In diesem Falle kann von den Aufzügen Abstand genommen werden.

9. Zur Förderung des Jungschützenwesens im Verein soll gleichfalls die Ermittlung eines Prinzen und eines Schülerprinzen Aufgabe der Bruderschaft sein. Die Ermittlung dieser Repräsentanten haben keinen Einfluß auf die Durchführung der Prunkfeierlichkeiten ( § 6.5 )

 

§ 17    Sportschießen

Die Schützenbruderschaft pflegt und fördert das sportliche Schießen nach den Bestimmungen des Bundes und der FICEP ( Internationaler Katholischer Sportverband ). Auch beteiligt sich die Bruderschaft an den sportlichen Schießwettkämpfen des Bundes.

 

§ 18    Kirchliche Veranstaltungen

1. Es ist Ehrenpflicht der Bruderschaft, sich an der Fronleichnamsprozession zu beteiligen. Neben der Fahne mit den Fahnenoffizieren nehmen der König und seine Minister, Prinz und Schülerprinz im vollen Ornat sowie alle Offiziere in Uniform teil. Die Bruderschaftsmitglieder tragen nach Möglichkeit einen schwarzen Anzug.

2. Die Bruderschaft verpflichtet sich, zu den Prunkfeierlichkeiten für die lebenden und verstorbenen Mitglieder eine Messe lesen zu lassen, wobei die verstorbenen Mitglieder des letzten Jahres namentlich erwähnt werden.

 

§ 19    Sozialverpflichtung der Bruderschaft

Die Bruderschaft schützt ihre Mitglieder bei ihren Veranstaltungen durch Abschluß einer Unfall - und Haftpflichtversicherung.

 

§ 20    Auflösung der Bruderschaft

1. Die Bruderschaft ist ohne Beschlußfassung aufzulösen, wenn die Zahl der Mitglieder unter sieben sinkt.

2. Im Falle der Auflösung gemäß § 20.1 geht das Vermögen an die Pfarre St. Barthalomäus Niederkrüchten mit der Auflage über über, daß die Barmittel ausschließlich und unmittelbar kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken zugeführt werden..

3. Die verbleibenden Sachwerte sind in einem Inventarverzeichnis zu erfassen und von der Pfarre aufzubewahren. Bei Wiedererrichtung einer neuen Schützenbruderschaft mit gleicher Zielrichtung wie die der Schützenbruderschaft, sind diesen die Sachwerte nach sorgfältiger, vorheriger Prüfung, zu übergeben.

 

§ 21    Ehrengericht

Streitigkeiten zwischen Mitgliedern und der Bruderschaft bzw. zwischen Mitgliedern untereinander sollen vom Vorstand geschlichtet werden.

Falls dies nicht möglich ist, ist zur Enscheidung das Schiedsgericht des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaft e.V. anzurufen. Jedes Mitglied hat das Recht, sich direkt an das Schiedsgericht des Bundes zu wenden.

Die Ehrengerichtsordnung des vorgenannten Bundes in Ihrer jeweiligen Fassung ist Bestandteil dieser Satzung und für alle Mitglieder der Bruderschaft verbindlich.

 

§ 22    Inkrafttreten

Diese Satzung wurde in der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 16.11.1997 beschlossen und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Alle vorangegangenen Satzungen, Statuten und Geschäftsordnungen verlieren damit ihre Gültigkeit.

Niederkrüchten, den 16.11.1997

 Gezeichnet:

Brudermeister
Willy C. Randerath

stellvertretender Brudermeister
Hans Küsters

Kassierer
Achim Böken

Schriftführer
Michael Amberg

 
Auszug aus einem Statut  "Cruchten den 18. Maij 1750" aus dem Archiv der Bruderschaft

 

Bisherige uns bekannte und dokumentierte Satzungen (auch Statut genannt) und Änderungen datiert mit:

Cruchten den 18. Maij 1745
Cruchten, den 18. Maij 1750
Nedercruchten op 26. maij 1769
Cruchten, op 4. junius en 1770
Niederkrüchten, vom 18. Mai 1850
Niederkrüchten, am Pfingstsonntag den 15ten Mai 1864
Niederkrüchten, den 9. August 1908
Niederkrüchten, Christihimmelsfahrtstag 1927
Niederkrüchten, den 24. September 1950
Niederkrüchten, den 29. November 1981