Die Gemeinde Niederkrüchten



Luftbild Ortskern Niederkrüchten mit Pfarrkirche

Die Gemeinde Niederkrüchten
(67,07 qkm, 13.600 Einwohner)

Das Gemeindewappen ist gespalten; vorn in Gold (Gelb) eine halbe rote Lilie, auf der ein nach links gewendeter grüner Papagei sitzt, hinten in Silber (Weiß) drei blaue Balken.

Die am 01.Januar 1972 aus den Gemeinden Elmpt und Niederkrüchten gebildete neue Gemeinde Niederkrüchten wurde zu Beginn des Jahres 1975 dem Kreis Viersen angegliedert.

Das Hoheitszeichen der neuen Gemeinde vereinigt die Wappenbilder der Herrn von Elmpt (Lilie mit Papagei) und der Herrn von Brempt (Querbalken), die Ihren Sitz im Gebiet der früheren Gemeinde Niederkrüchten hatten. Lilie und Papagei standen bereits seit 1935 im Wappen der ehemaligen Gemeinde Elmpt. In einem von der Gemeinde Niederkrüchten von 1939 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges geführten Wappen faden sich schon die ?Brempter Balken".

Das Banner der Gemeinde Niederkrüchten:

Offizielle Beschreibung:

Unter weißem Bannerhaupt, darin der Wappenschild der Gemeinde, blau - gelb im Verhältnis 1:1 längsgestreift.

Die ehemals selbstständigen Gemeinden Elmpt und Niederkrüchten wurden am 1. Januar 1972 zusammengeschlossen.
Die neu geschaffene Gemeinde Niederkrüchten verfügt über eine Fläche von 67,07 qkm und bietet 13.600 Einwohnern sowie den Angehörigen der britischen Streitkräften auf dem RAF-Flugplatz in Elmpt einen angenehmen Aufenthalt.


Ausschniit aus dem Ortsplan Niederkrüchten mit Darstellung des Ortszentrum "Niederkrüchten"

Seit dem 12. Jahrhundert war das Leben in der Gemeinde mit den Edelherrn von Brempt, den Herrn von Elmpt und deren Nachfolger eng verbunden. Bis zur Neuordnung der Verwaltungseinrichtungen in Niederkrüchten im 18. Jahrhundert durch Napoleon bestimmten die Territorialherrn die Verhältnisse in der heutigen Gemeinde. Nach Napoleons Niederlage nahm König Friedrich Wilhelm III von Preußen am 15.Mai 1815 Besitz von den niederrheinischen Gebieten. Elmpt und Niederkrüchten wurden zunächst dem Kreis Erkelenz, anschließend durch die kommunale Neugliederung dem Kreis Heinsberg und seit der Neugliederung der Kreise im Jahre 1975 dem Kreis Viersen zugeordnet.
Niederkrüchten besitzt eine Reihe sehenswerter Bauten. So sind die spätgotische Hallenkirche St. Bartholomäus in Niederkrüchten (15.Jahrhundert) mit flämischer Barockausstattung (1693),


Pfarrkirche St. Bartholomäus
( Foto: Willy C. Randerath)

die Pfarrkirche St. Martin in Oberkrüchten, der Turm der St. Laurentiuskirche aus dem Jahre 1611. die Brempter Kapelle St. Georg aus der Zeit um 1500 und die Kapelle in Overhetfeld St.Maria an der Heiden 1734, das Herrenhaus ?Haus Elmpt" (15. Jahrhundert) mit einem barockem Torturm von 1750 besonders zu erwähnen. Gern betrachtet und besucht sind auch die historischen Wassermühlen entlang der Schwalm.

Niederkrüchten ist das Herzstück des Naturparks Maas - Schwalm - Nette, eine Gegend, die sich mit ca. 2800 ha Wald, sauberen Gewässern sowie 467 ha Naturschutzgebiet auszeichnet. Zum Wandern, Verweilen und Erholen lädt besonders das vor kurzem mit sehr großem Aufwand gestaltete Naturerlebnisgebiet mit der 55 ha großen Wacholderheide ein.


Wacholderheide

Die Wacholderheide liegt inmitten des seit 1941 gesicherten Naturschutzgebietes ?Elmpter Schwalmbruch". Ein Aussichtsturm ermöglicht einen unvergesslichen Blick über dieses schützenswerte und am linken Niederrhein einmalige Wacholderheidelandschaft. Nicht zu vergessen sind die in jüngster Zeit unter Schutz gestellte Naturschutzgebiete Elmpter Bachtal, Lüsekamp und Boschbeektal. Ebenfall erwähnenswert ist die 2 km lange ?Auengestaltung Dilborner Benden". Hier wurde die bisher in geradem Verlauf fließende Schwalm durch eine aufwendige Renaturierungsmaßnahme zurück in ihr altes Bett verlegt.

Ein ausgedehntes Rad- und Wanderwegenetz in wunderschöner Natur lässt das Herz eines jeden Wanderers bzw. Kurzurlaubers höher schlagen. Ein vielfältiges Freizeitangebot, Schwimmbäder, Tennis-und Sportanlagen, diverse Reitanlagen und ein ausgedehntes Reitwegenetz, verschiedene Wassersportmöglichkeiten, viele Campingplätze sowie kleinere und größere Seen laden zum Angeln, Entspannen, Erholen und Verweilen ein.

Gut geführte Gasthöfe und Hotels am Hariksee, am Venekotensee, an der Pannenmühle, an der Elmpter Kapelle sowie in den Orten Niederkrüchten, Elmpt und Brempt garantieren ein hochwertiges und vielfältiges Restaurationsangebot.

Die Wirtschaftsstruktur der Gemeinde wurde bis um die Jahrhundertwende von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. In den 60er Jahren hat die Gemeinde rund 800 Arbeitsplätze der Textil - und Ziegelindustrie verloren. Handel, Holz und Metallverarbeitung, Spedition, Dienstleistungsgewerbe, vor allem aber die Landwirtschaft dominieren in diesem ländlichen Gebiet. Durch das Gewebegebiet Dam werden jedoch mit Erfolg Arbeitsplätze erhalten und weitere geschaffen.


Durch die Fertigstellung der BAB 52 im Gemeindegebiet wurden nicht nur die Ortsteile Niederkrüchten und Elmpt vom Durchgangsverkehr befreit, sondern es erfolgt auch hierdurch eine Stärkung des Gemeindestandortes Niederkrüchten durch die Anbindung der Gemeinde an das internationale Fernstraßennetz.

Interessante Links zum Thema:

Homepage des Heimat- und Kulturvereins Niederkrüchten 1975 e.V.
http://home.t-online.de/home/heimatverein-niederkruechten

Homepage der Gemeinde Niederkrüchten
http://www.niederkruechten.de

Homepage Kreis Viersen
http://www.kreis-viersen.de